9 Aug 2010

Mit dem iPhone im Alpengrenzgebiet unterwegs - eine Katastrophe

Mein Fazit vorweg: das iPhone ist das schlechteste "Handy" - in Bezug auf Empfang und Netzanbieterübergang - das ich je hatte.

Über das Wochenende war ich mit meinem iPhone 3G mit dem zugehörigen Telekom-Vertrag in Bad Reichenhall, im Deutsch-Österreichischen Alpen-Grenzgebiet unterwegs.

In den letzten Jahren habe ich hier sowohl mit Blackberry (D1), Sagem- und Siemens-Handy (jeweils D2) bereits Erfahrungen sammeln können.

Auf was kommt es an?

Im Grenzgebiet

Bei Übergang von Deutschland nach Österreich und zurück war ich gewohnt lediglich durch eine Begrüssungs-SMS vom Grenzübertritt und dem damit verbundenen Netzanbieterwechsel etwas zu merken. Es verlief immer reibungslos ohne Probleme oder längere "Funklöcher".
Nicht so mit dem iPhone. Nicht ein einziges Mal war das Gerät in der Lage in Österreich selbständig die Verbindung zu T-Mobile Austria aufzubauen. (Geräteeinstellung bei Netzbetreiber steht auf "Automatisch")
Auch beim Rückweg nach Deutschland dauerte es bis zu 10 Minuten bis das deutsche D-Netz wieder verfügbar war.
Wie gesagt: das kannte ich im gleichen Gebiet auf den gleichen Straßen und Orten anders!


Auf den Bergen und in den Tälern

Unbestritten ist die topographische Situation in den Alpen eine besondere Herausforderung. Ich möchte auch gar nicht thematisieren ob uneingeschränkter Mobilfunkempfang hier erwartet werden darf oder ob es gar anzustreben ist, auf jedem Gipfel oder jeder Alm zu telefonieren.
Fakt ist, dass ich mit dem iPhone weder auf der Winklmoosalm bei Reit im Winkl noch auf der Höllenbachalm bei Bad Reichenhall Empfang hatte. Wenn dann um einen herum diverse Leute Mobilfunkgespräche führen ist das schon komisch. Auch manuelle Netzsuche half hier nicht weiter. Halt doch, einmal fand ich ein O2-Netz.

Wenn man sich vor Augen hält, dass gerade beim Bergwandern das Mobiltelefon der entscheidende Retter in der Not sein kann, dann kann meine Empfehlung nur lauten:

Geh nicht mit dem iPhone in die Berge!